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旅游景点的德语说明1           ★★★
旅游景点的德语说明1
作者:德语系 文章来源:同济大学 点击数: 更新时间:2007-10-7 5:22:04

古城丽江   Die Altstadt Lijiang 

Die Stadt Lijiang im Nordwesten der Provinz Yunnan befindet sich in einem von hohen Bergen umgebenen Flachland auf einer Hoehe von 2400 Metern ü. d. M.

Lijiang ist von alters her eine Hauptverkehrsstrasse zwischen Yunnan und Sichuan und zwischen Yunnan und Tibet. Sie war in alten Zeiten ein Handelszentrum und entwickelte sich zu einem wichtigen Ort von wirtschaftlicher und strategischer Bedeutung. Von der Yuan-Dynastie (1271-1368) bis zum Anfang der Qing-Dynastie (1644-1911) wurde Lijiang als ein Verwaltungsgebiet jeder Dynastie immer von einem Naxi-Stammeshaeuptling mit dem Familiennamen Mu regiert. In der Ming-Dynastie (1368-1644) wurde für den Stammeshaeuptling eine private Residenz gebaut. Sie war einst ein praechtiger Gebaeudekomplex.

Im Norden liegt das hoch in die Wolken emporragende Yulong-Schneegebirge mit seiner zauberhaften Landschaft. Es wird als "Tier- und Pflanzenparadies" bezeichnet.

Im Zentrum der Stadt Lijiang liegt ein quadratischer Markt im Freien, der als "Sifang Jie" (quadratische Strasse) bezeichnet wird. Sifang Jie ist das Geschaeftszentrum Lijiangs. Alle mit bunten Kieseln bedeckten Strassen innerhalb der Stadt erstrecken sich nach aussen mit diesem Markt als Zentrum. Viele kleine Baeche schlaengeln sich kreuz und quer durch die ganze Stadt. Das klare Wasser von diesen Baechen stammt aus dem Heilong-Teich am Fuss des Xiangshan-Berges. Der grosse Heilong-Teich ist ein Ort mit faszinierenden Sehenswürdigkeiten. In der Stadt verteilen sich zahlreiche Quellen.

Die Stadt Lijiang hat weder eine Stadtmauer noch breite Strassen, aber sie ist von altertümlicher Einfachheit. Hier stehen die Haeuser dicht aneinander. Aufgrund der bodenphysikalischen Eigenschaften scheinen sie wellenfoermig. Wenn man auf den alten Strassen geht, kann man einzigartige Wohnungen erkennen, die zu Haupt- und Nebenhaeusern gehoeren. Jedes Haus hat zwei Stockwerke. Die aelteren Familienangehoerigen wohnen in der Regel im Haupthaus und die jüngere Generation in den zwei Seitenhaeusern. Der Torbogen ist fein verziert und der Boden des Hofs ist mit Kieselsteinen und farbigen Kacheln bedeckt. Das Haupthaus hat im allgemeinen sechs Fensterflügel mit geschnitzten Dekorationen wie Blumen und Tieren und einen breiten Dachvorsprung, der als "Xiazi" bezeichnet wird. Im Sommer unterhalten sich die Familienangehoerigen gern unter diesem Dachvorsprung.

Die Naxi sind von alters her eine Nationalitaet, die gern singt und tanzt. Waehrend der Festtage in Lijiang singen und tanzen die Bewohner die ganze Nacht hindurch. Ausser Gesang und Tanz lieben die Naxier auch klassische Musik. Das Naxi-Orchester für klassische Musik Lijiangs ist ein nebenberufliches Orchester, das bereits in vielen eurpoaeischen Laendern Vorführungen gegeben hat.

Wandmalereien von Lijiang verteilen sich in der Stadt und in den 15 bei der Stadt gelegenen Tempeln. Sie wurden in der Ming- und Qing-Zeit geschaffen und sind typisches Kennzeichen der religioesen Kultur. Die grosse Wandmalerei im Tempel in dem Baisha-Dorf ist eine religioese Malerei mit 100 buddhistischen und taoistischen Figuren. Sie wurde in mehr als 300 Jahren fertiggestellt.

Heute kennt man in Lijiang noch eine von alters her überlieferte Bilderschrift -- die "Dongba-Schrift". Diese einzigartige Schrift, mit der die Vorfahren der Naxi-Nationalitaet die Texte der Dongba-Religion aufzeichneten, ist heute die einzige Bilderschrift der Welt. Heute werden in Bibliotheken und Museen in China und vielen europaeischen und amerikanischen Laendern mehr als 20 000 Werke zur Dongba-Religion aufbewahrt. Diese Bücher erzaehlen uns die Geschichte und Kultur der Naxi-Nationalitaet. Die Dongba-Religion ist eine primitive Religion, die von Naxi-Vorfahren in alter Zeit gegründet wurde. Die Schamanen dieses Glaubens nannten sich selbst "Dongba". Sie waren heilige Maenner, die hoechste religioese Autoritaet besassen. Heute sind in Lijiang die letzten Dongba ausgestorben. Auch die Weiterführung ihrer Bilderschrift ist nicht gesichert. Es gibt heute nur noch wenige, die sie lesen koennen.

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